Cannabis bei Krebs: Wie Hanf Krebspatienten helfen kann

6. Juni 2019

Für Krebspatienten scheint die Wirkung von Cannabis besonders vielversprechend: Es hilft gegen krankheitsbedingte Beschwerden und Nebenwirkungen der Chemotherapie. So kann Cannabis die Lebensqualität von Krebspatienten fördern und die Therapie erleichtern. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Cannabinoide sogar Krebszellen bekämpfen und deren Wachstum hemmen. Im Folgenden schauen wir uns genauer an, wie Cannabis bei Krebs eingesetzt werden kann.

Medizinischer Cannabis bei Krebs

Cannabis ist für den medizinischen Gebrauch zugelassen – auch für Krebspatienten.

Seit März 2017 ist es offiziell: Cannabis ist Medizin. Es ist für den medizinischen Gebrauch zugelassen, Ärzte können es mittels Rezept verschreiben und Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen sogar die Kosten. Die Patienten erhalten Cannabis bei Krebs in Form von Cannabisblüten oder als Fertigarzneimittel, die die Wirkstoffe, sogenannte Cannabinoide enthalten.

Über die Studien zur Wirkung von Cannabis gibt es bereits sehr gute Übersichten im Cannabis-Report der Techniker Krankenkasse (2018) und dem CaPRis Kurzbericht vom Bundesministerium für Gesundheit (2017). In diesem Artikel fokussieren wir uns daher speziell auf Krebspatienten und bei welchen Beschwerden ihnen Cannabis helfen kann:

Cannabis gegen neuropathische Schmerzen und Tumor-Schmerzen

Am häufigsten wird Cannabis gegen chronische Schmerzen verschrieben – auch für Krebspatienten. Denn durch die Chemotherapie leiden viele von ihnen unter Nervenschmerzen, den sogenannten neuropathischen Schmerzen. Zudem verursacht das Tumorwachstum starke chronische Schmerzen.

Cannabis kann diese Schmerzen lindern: Gegen neuropathische Schmerzen zeigte Cannabis in mehreren Studien eine gute Wirkung. Auch Tumor-Schmerzen konnten durch eine Cannabis-Medikation gelindert werden.

Für Patienten mit starken chronischen Schmerzen hat Cannabis den Vorteil, dass es auch bei einer langfristigen Einnahme recht gut verträglich ist. Zu den schmerzstillenden Inhaltsstoffen von Cannabis zählen CBD, THC und PEA. Lesen Sie auf unserem Blog mehr zum Cannabinoid PEA als Schmerzmittel für Krebspatienten.

Cannabis gegen Übelkeit nach Chemotherapie

Interessant ist auch die Wirkung von Cannabis gegen Übelkeit – eine der häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie. In Studien stellte man fest, dass die Übelkeit der Krebspatienten durch die Einnahme von Cannabis in 47 % der Fälle verhindert werden konnte. Fast jeder zweite Patient spürte also eine Verbesserung durch Cannabis. Insgesamt ist die Wirkung von Cannabis gegen Übelkeit gut belegt und allgemein anerkannt.

Dennoch rieten manche Forscher von Cannabis als erste Wahl gegen Übelkeit ab. Sie geben zu bedenken, dass Hanf teilweise stärkere Nebenwirkungen als andere Übelkeits-Medikamente (Antiemetika) auslöst. Dazu zählen Schwindel oder Sedierung.

Cannabis gegen Appetitlosigkeit bei Krebspatienten

Appetitlosigkeit klingt zunächst nicht schwerwiegend, sollte aber besonders bei Krebspatienten ernst genommen werden. Denn wenn sie als Folge der Chemo- oder Strahlentherapie ihren Appetit verlieren, nehmen sie – auch unbewusst – weniger Nahrung zu sich und verlieren an Gewicht. So fehlen ihnen wichtige Nährstoffe und die Energie, die ihr Körper für die Therapie braucht.

Auch hier kann Cannabis den Krebspatienten helfen. Insbesondere die Hanfblüten und der Wirkstoff THC zeigten in Studien einen appetitanregenden Effekt. Insgesamt ist die Wirkung von Cannabis gegen Appetitlosigkeit gut belegt und anerkannt.

Medizinischer Cannabis bei Krebs

Die Patienten erhalten Cannabis in Form von Tabletten oder Blüten.

Wirkung von Cannabis auf die Psyche

Cannabis gilt gemeinhin als Stimmungsaufheller. Doch in Studien stellte sich heraus, dass dies nicht zwingend der Fall ist: Bei Depressionen etwa zeigte Cannabis keine positive Wirkung. Zu Depressionen liegen bisher jedoch nur wenige Studien vor, deren Ergebnisse zudem verzerrt sein könnten.

Bei Angstsymptomen sieht es hingegen vielversprechender aus: Hier konnte ein angstlösender Effekt von Cannabinoiden festgestellt werden. Die bisherigen Studien sind zwar nicht ausreichend, um den Effekt sicher zu belegen – jedoch zeigen sie eine einheitliche Tendenz für eine positive Wirkung von Cannabis gegen Angstgefühle.

Was bedeutet das für Krebspatienten? Durch langjährige Behandlungszyklen, Ungewissheit und Sorge leben sie mit starken psychischen Belastungen. Cannabis kann hier Erleichterung schenken und die Lebensqualität verbessern.

Cannabis – Wirkung gegen Krebs?

„Cannabis heilt Krebs!“ Schnell sind solche Schlagzeilen von Medien oder Händlern verfasst, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Doch was steckt dahinter? Eine Wunderheilung kann man von Hanf nicht erwarten – und doch gibt es Hinweise, dass Cannabinoide die Bekämpfung von Krebs unterstützen können.

So wie in einer Laborstudie aus 2014, in der das Cannabinoid CBD dabei half, Tumorzellen zum Platzen zu bringen. Solche Studien mit isolierten Zellen in einer künstlichen Laborumgebung können jedoch nicht einfach auf den Menschen übertragen werden. Denn im Körper herrschen zahlreiche Wechselwirkungen, die den Effekt von Cannabinoiden beeinflussen.

Bis es klinische Studien an Krebspatienten gibt, die diesen Effekt belegen, bleibt die Anti-Krebs-Wirkung von Cannabis nur eine positive Ahnung.

Zusammenfassung: Cannabis bei Krebs

Cannabis kann viele typische Beschwerden von Krebspatienten lindern. Dazu gehören Nebenwirkungen der Krebstherapie (Übelkeit, Appetitlosigkeit, neuropathische Schmerzen) sowie Beschwerden, die im Laufe der Krebserkrankung auftreten (Tumor-Schmerzen, Ängste). Es eignet sich daher gut zur komplementären bzw. alternativen Krebstherapie.

Medizinischer Cannabis wird in der Regel als Ausweich-Therapie empfohlen, wenn die Behandlung mit anderen Medikamenten nicht (mehr) anschlägt oder zu starke Nebenwirkungen verursacht. Ob der Einsatz von Cannabis sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Ihr Arzt wird Sie dazu im persönlichen Gespräch beraten.

Bei allen positiven Meldungen über die Wirkung sollte eines nicht vergessen werden: Cannabis ist kein Wundermittel und bringt keine Wunderheilung. Es kann jedoch die Lebensqualität der Krebspatienten fördern und die Krebstherapie begleitend unterstützen.

Wichtige Hinweise zum medizinischen Gebrauch von Cannabis

Cannabis bei Krebs eignet sich nicht für jeden und kann bei bestimmten Vorerkrankungen – physischer oder psychischer Art – sogar schädlich sein. Die Behandlung sollte daher nicht in Selbstmedikation erfolgen, sondern in Absprache mit einem Arzt. Dieser verschreibt das individuell am besten geeignete Cannabis-Medikament für den Patienten und begleitet die Behandlung. Auf diese Weise ist die Anwendung von Cannabis für den Patienten sicher.

Haben Sie weitere Fragen zum Einsatz von Cannabis bei Krebs oder sind Sie auf der Suche nach einer erfahrenen Praxis für komplementäre Krebstherapie und Hyperthermie? Dann nehmen Sie hier direkt Kontakt zur Praxis Hyperthermie Stuttgart / Filderstadt auf – Ihrem Partner für alternative Krebstherapie.

Als Leser unseres Artikels „Cannabis bei Krebs: Wie Hanf Krebspatienten helfen kann“ könnten Sie auch folgende Beiträge im Hyperthermie Filderstadt Blog interessieren:

 

 

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