Misteltherapie bei Krebs: Wie sie die Krebstherapie unterstützen kann

25. August 2020

Die Mistel ist eine anerkannte Heilpflanze, die häufig bei Gelenkschmerzen oder Durchblutungsstörungen eingesetzt wird. Doch auch in der Krebstherapie wird sie immer verbreiteter: Die Misteltherapie bei Krebs soll helfen, die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern und therapiebedingte Nebenwirkungen zu lindern. Zudem habe sie eine zytostatische, also „Anti-Krebs“-Wirkung. Mistelpräparate ersetzen keine Strahlen- oder Chemotherapie, sondern unterstützen diese vielmehr. Die Misteltherapie zählt daher zu den sogenannten komplementären Krebstherapien.

Wenn Sie sich für die Misteltherapie bei Krebs interessieren, finden Sie hier Informationen zur Wirkung, Behandlung und den Kosten. Bei weiteren Fragen nehmen Sie gern direkt Kontakt zu unserer Praxis auf.

Misteltherapie bei Krebs

Die Mistel – eine Heilpflanze, die auch die Krebstherapie unterstützen kann.

Welche Wirkung hat die Misteltherapie bei Krebs?

In der Krebstherapie sind zwei Wirkweisen der Mistel besonders interessant:

  1. Zytostatisch, also das Wachstum von Krebszellen verringernd und
  2. Immunmodulierend, also das Immunsystem anregend.

So kann die Misteltherapie die Wirkung der Standardtherapien unterstützen und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Sie hilft sozusagen beim Kampf gegen Krebs von innen und außen.

Die Mistel wird auch zur Ergänzung der Hyperthermie herangezogen, da sich die Wirkungen unterstützen: Die Hyperthermie macht die Tumorzellen durch die Hitzeschäden für das Immunsystem sichtbar. Wenn jetzt das Immunsystem durch Mistel gestärkt ist, um den Tumor zu bekämpfen, vergrößert dies den Effekt noch. Die beiden Therapien arbeiten also in einer positiven Synergie.

 

Mehr über die Wirkung von Hyperthermie erfahren Sie hier:
Aktuelle Studien: Wirksamkeit von Hyperthermie in der Forschung bestätigt

Wirkstoffe: Es gibt nicht „die eine“ Mistel

Für die Wirkung der Mistel sind überwiegend Lektine verantwortlich, bestimmte Eiweißstoffe der Mistelpflanze. Doch es gibt nicht nur den einen Wirkstoff: Verschiedene Arten von Misteln weisen unterschiedliche Stoffe und Konzentrationen auf, die wiederum andere therapeutische Wirkungen zeigen. Schon an welchem Baum sie gewachsen ist, wie der Boden beschaffen war oder zu wann sie geerntet wurde, hat hier einen Einfluss.

So gibt es viele verschiedene Variationen für die Misteltherapie, die auf den Patienten und das jeweilige Krankheitsbild abgestimmt werden müssen.

Studien zur Wirksamkeit von Misteltherapie bei Krebs

Noch heute wird die Wirksamkeit der Misteltherapie bei Krebs kritisch hinterfragt. Und das ist auch gut so – denn dies belebt die Forschung. Auch wenn die Wirkung der Misteltherapie nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist, zeigen sich positive Tendenzen.

Eine Meta-Studie, die relevante vorhergehende Studien vergleicht, fand heraus: Krebspatienten, die ergänzend mit Mistelpräparaten (in diesem Fall Iscador) behandelt wurden, hatten eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit.

Eine weitere Meta-Studie zieht eine positive Bilanz: Etwa die Hälfte der untersuchten Studien belegte eine positive Wirkung der Misteltherapie, die statistisch signifikant war. Ein weiteres Drittel zeigte auch positive Effekte, aber ohne Signifikanz. Die restlichen Studien fanden neutrale Ergebnisse oder einen negativen nicht-signifikanten Effekt.

Diese Analysen verglichen alle Studien über Misteltherapie, unabhängig von der Krebsart oder Situation der Patienten. Im Folgenden wollen wir daher exemplarisch einen Blick auf die Studienlage bei Brustkrebspatientinnen werfen.

Misteltherapie bei Brustkrebs

Misteltherapie wird häufig von Brustkrebspatientinnen in Anspruch genommen. Das spiegelt auch eine deutsche Studie wieder, die untersucht hat, welche komplementären Krebstherapien Brustkrebspatientinnen nutzen. Die Patientinnen erhielten zu diesem Zeitpunkt eine Strahlentherapie. Mehr als die Hälfte entschieden sich für die Misteltherapie (59 %). Nur Vitamin-Präparate wurden häufiger verwendet (67 %). Fast drei von vier Frauen (72 %) gaben an, dass sich ihr Empfinden verbessert habe.

Die Wirkung von Misteltherapie bei Brustkrebs hat eine andere Studie aus 2017 erforscht. Sie untersuchten 95 Patientinnen, die eine Chemotherapie erhielten. Das Ergebnis: Mistelextrakte linderten Schlaflosigkeit, Schmerz, Durchfall sowie Übelkeit und Erbrechen. Zudem verbesserte sich die soziale, emotionale und physische Funktionsfähigkeit – und vor allem die Lebensqualität der Patientinnen.

Bei Brustkrebs beweist sich die Misteltherapie also als gute Möglichkeit, die Krebstherapie zu unterstützen.

Mistel als komplementäre Krebstherapie

Mit komplementären Krebstherapien können Patienten die Standardtherapie unterstützen.

Wie lange dauert eine Behandlung und wie läuft sie ab?

Die Misteltherapie ist eine langfristige Therapieform. In der Regel wird sie bei einer Krebserkrankung bis zu 5 Jahre lang nach Diagnosestellung durchgeführt. Gilt der Patient als geheilt, kann auch die Misteltherapie beendet werden. Solange Tumorzellen im Körper vorhanden sind, kann die Therapie unbegrenzt fortgeführt werden.

Die Auswahl des Mistelpräparats wird mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin besprochen. Anschließend spritzen sich die Patienten das Mistelpräparat selbst. Dies wird zur Routine, ähnlich wie bei Diabetikern, die Insulin spritzen.

Kosten: Kann man eine Misteltherapie über die Krankenkasse abrechnen?

Mistelpräparate sind rezeptfrei erhältlich und werden daher nicht grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei Krebspatienten dagegen schon.

In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Misteltherapie bei Krebs. Vorausgesetzt, der Patient oder die Patientin hat einen Tumor im Körper.

Die Kosten selbst hängen vom Präparat und dem Dosierungsschema ab. Im Schnitt liegen die Kosten für die Misteltherapie bei 60,- € pro Monat.

 

Für wen ist die Misteltherapie bei Krebs geeignet?

Die Misteltherapie wird meist für Krebspatienten empfohlen, die zwar ein geschwächtes, aber noch aktives Immunsystem haben. Das ist oft der Fall, wenn die Tumormasse noch nicht allzu groß ist. Wie aktiv das Immunsystem ist, kann durch einen Bluttest bestimmt werden.

Bei Leukämie und anderen Formen von Blutkrebs sollte die Verordnung durch einen Arzt oder eine Ärztin erfolgen, die in der Behandlung von Blutkrebs erfahren ist. Denn auch, wenn die Misteltherapie kaum Nebenwirkungen hat, kann sie je nach Dosierung die Blutbildung beeinflussen.

 

Nebenwirkungen der Misteltherapie

Die Misteltherapie ist nebenwirkungsarm und leicht verträglich. In manchen Fällen kann sie grippeähnliche Symptome hervorrufen. Das ist eine typische Reaktion, wenn die körpereigene Abwehr stimuliert wird.

Besonders relevant für Krebspatienten: Mistelpräparate weisen so gut wie keine Wechselwirkungen mit der Chemotherapie oder Strahlentherapie auf.

 

Unsere Empfehlung, wenn Sie sich weiter informieren möchten:
Die Mistel – Heilpflanze in der Krebstherapie, Buch von Annette Bopp oder auf der Webseite mistel-therapie.de

 

Misteltherapie als komplementäre Krebstherapie

Auch wenn die Präparate rezeptfrei erhältlich sind, sollte eine Misteltherapie nicht in Eigenregie durchgeführt werden. Denn ein individuelles Behandlungskonzept ist nötig, um den passenden Wirkstoff zu bestimmen. Lassen Sie sich daher von Ihrem Arzt oder ihrer Ärztin beraten, um die Misteltherapie auf die eigene Erkrankung abzustimmen.

Haben Sie weitere Fragen zur Misteltherapie bei Krebs oder sind Sie auf der Suche nach einer erfahrenen Praxis für komplementäre Krebstherapie und Hyperthermie? Dann nehmen Sie hier direkt Kontakt zur Praxis Hyperthermie Stuttgart/Filderstadt auf – Ihrem Partner für alternative Krebstherapie.

 

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